Ausbau interdisziplinärer Kooperation

Die Anwendung von Citizen Science ist für viele Forschungsvorhaben denkbar und hilfreich und ist nicht auf bestimmte Disziplinen begrenzt. Gerade, weil Citizen Science nicht auf ein Feld begrenzt ist, bietet sich ein Lernen zwischen den Disziplinen an. Ob Citizen Science sinnvoll in einem Forschungsvorhaben eingesetzt werden kann, ist zu großen Teilen eine Frage wie diese operationalisiert werden kann. Dabei sind sehr unterschiedliche Wege in der Umsetzung denkbar die jeweils über Vor- und Nachteile verfügen, beziehungsweise vor dem Hintergrund mancher Forschungsfrage bereits sehr erprobt sind, während sie vor anderen Forschungsfragen noch nicht angewendet wurden. Außerdem gibt es in dem Feld wissenschaftliche Disziplinen die bereits über mehr Erfahrungen mit dieser Methode verfügen, als andere. Alleine aus diesem Grund erleichtert es den Zugang zu Citizen Science, wenn ein Austausch über Erfahrungen über die Disziplinen hinweg forciert wird.

Daneben wächst durch Citizen Science der Bedarf an direkter Kooperation zwischen unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen. Dabei sind vielfältige Kooperationsmöglichkeiten vorstellbar. Citizen Science ist beispielsweise sehr stark mit digitalen Möglichkeiten verbunden. Weil man mit BürgerInnen zusammenarbeitet, kann es notwendig sein sich mit sinnvollen Lösungen im Bereich Visualisierung zu beschäftigen, oder aber auch damit wie entwickelte online Tools überhaupt von BürgerInnen angenommen werden. Abhängig von der angesprochenen Personengruppe sind Überschneidungen mit Informatik, Psychologie oder Pädagogik denkbar. Gleichzeitig können entwickelte Techniken auch über Projekte hinweg genutzt oder adaptiert werden. So können in einem Citizen Science Projekt möglicherweise gleich mehrere Fragen aus unterschiedlichen Disziplinen bearbeitet werden, wenn entsprechende Kooperationen bestehen.

Deswegen soll diese Homepage dazu einladen sich zu vernetzen und bietet zu diesem Zweck etwa einen Überblick über Citizen Science Projekte an der Universität Wien.